Am nächsten Samstag ist ja bereits wieder der Eurovision Song Contest oder früher: Grand Prix Eurovision de la Chanson. Viel mehr als über diesen Contest freue ich mich aber über ein neues Blog oder vielmehr Vlog. Stefan Niggemeier und Lukas Heinser, unter anderem vom BILDblog begleiten die Veranstaltung bereits im Vorfeld und zwar auch und vor allem durch Video. Oslog.tv nennt sich die Seite, übrigens unverkennbar gestaltet von Herm. In Deutschland gibt es ja viel zu wenig Vlogs. Zumindest von den richtigen Leuten. Da sind doch jetzt schon mal Zwei. Und von mir aus dann auch über den Eurovision Song Contest.
Langsam erhebt sie sich wieder und wirft Schatten. Sie kam nicht mit, als ich lief. Das war ihr noch zu früh, da schlief sie noch. Auch wenn sie jetzt schon früher aufsteht als noch vor ein paar Monaten. Aber jetzt kriecht sie aus den Federn und spätestens nach dem Frühstück ist sie dann voll da. Sie hat viel zu tun. Zur Zeit steht sie hoch im Kurs, dauernd wird sie angerufen. Überall soll sie sich blicken lassen. Das wird sie jetzt tun, sie hat sich damit Zeit gelassen. Sie wird alle besuchen und vieles in ein neues Licht tauchen. Und irgendwann wird sie auch anfangen den Leuten auf die Nerven zu gehen. Das bleibt nicht aus, manchmal kann sie ganz schön dick auftragen. Doch am Ende vermisst sie jeder. Spätestens wenn sie weg ist. Es ist immer dasselbe.
Da ist dann auch bei Google alles voll, wenn Conan O’ Brien mal vorbei kommt und einfach ein wenig erzählt. Und wie so oft ist es sehr unterhaltsam. Ich frage mich immer, ob es solche Leute in Deutschland einfach nicht gibt, oder ob ich solche Leute einfach lustiger finde, weil sie Englisch sprechen und ich eine Millisekunde länger brauche. Vielleicht ist das pointenfreundlicher oder so.
Nur ganz selten und dann auch nur für einen ganz kurzen Moment überkommt mich das Reisefieber. Da möchte ich mit meiner Kamera los und einfach alle Plätze auf der Welt besuchen und fotografieren. Gut, wenn man dann noch einen Globus hat, auf dem man seine Reiseroute abstecken kann. Noch besser, wenn Türen zu magischen Portalen werden und man so ganz viel Reisezeit spart, da können auch isländische Vulkane nichts machen. So wie oben. (via)
In all diesen Städten wäre es natürlich praktisch, wenn man auch jeweils über eine Wohnung verfügen würde. Die muss ja auch gar nicht groß sein, sonst würde es ja auch recht teuer mit der Miete werden. Vielleicht kann man einfach ein paar Wände hin- und herschieben, je nachdem was man gerade so braucht? Ja, kann man, so wie hier:
(via)
Schließlich würde ich gerne noch gut zeichnen können. Auf diese Weise kann man sich einem Ort wirklich nähern. Es hat etwas sehr altmodisches und lässt sich trotzdem sehr geschickt mit den modernen Digitalfotografie-Errungenschaften kombinieren. So wie hier. Oder auch hier. Den Dinosaurier hätte ich dann aber doch eher fotografiert.
Das bisher vielversprechendste Thema des Semesters dreht sich um die Literatur des Amerikanischen Süden. Bin froh mich diesem scheinbar durchgekautem Oberstufenkomplex erneut nähern zu können. Slavery, the Bible Belt, lynchings, chain gangs, New Orleans und immer wieder der Jazz, der alles enttaktet. Und: es lohnt sich Onkel Toms Hütte zu lesen. The South: “laugh and cry”
Einige Tage laufe ich nun schon und so langsam gewöhnt man sich dran. Hier in der Pampa kann ich einfach rausgehen und schon stehe ich vor einem See um den ich dann herumlaufe. Irgendeinen Vorteil muss das Land ja auch haben. Auf der anderen Seite des Sees treff ich dann immer kurz die Pferde und weiter geht’s. Gestern gab es dann ein kleines Aha-Erlebnis, denn ich konnte zum ersten Mal komplett eine Runde um den See machen, ohne zwischendurch vom Laufen ins Gehen zu wechseln.
Es ist Zeit. Ich sollte mal ein paar Kilos abnehmen. In unserem Projekt Schwangerschaft habe ich nämlich, solidarisch wie ich nunmal bin, die Aufgabe des Zunehmens übernommen. Während meine Frau also trotz Baby im Bauch immer schlanker wurde (ohne es zu wollen), sammelten sich bei mir die Pfunde.Störte mich lange Zeit auch gar nicht, man ist ja jetzt auch unter der Haube, was macht da schon ein Zentner mehr? Pff.
Stört sonst auch niemanden, jedenfalls niemanden auf dessen Meinung ich großen Wert legen würde. Außer mich natürlich, ja mich stört das langsam doch, auch wenn meine Meinung in der Regel auch eine ist, auf die ich keinen großen Wert lege. Nun gut. Ich habe mich also dazu entschieden, regelmäßig nach draußen zu gehen und zu laufen. Da ich mich schon des öfteren erfolglos solcher Vorsätze bedient habe, muss ich dafür allerdings ein paar Regeln aufstellen. Zunächst einmal ist es ratsam – so steht es von Norden bis Süden in der Motivationsliteraturlandschaft geschrieben – sich ein kleineres, realistisch erreichbares Ziel zu setzen. Aus schlank, fit und reich werden und im Alter aussehen wie Adonis wird so: The Incredibly Exciting Overkill Mission of April.
Das klingt dann gleich viel pathetischer und es ermöglicht die Jack Bauer Sicht auf die Dinge einzunehmen (I’m on a mission = I can torture you! ). Ausserdem begrenzt es das Vorhaben auf einen Monat. Da der April aber schon angefangen hat, wird die April-Mission dann eben etwas in den Mai rutschen, da kann ich jetzt auch nichts dafür, soll sich der Mai mal nicht so anstellen. Die nächsten 30 Tage wird also gelaufen. Und damit das Ganze auch zu einer Angewohnheit wird, so dass man gar nicht merkt, dass man im Mai, Juni und Juli immer noch läuft, wird auch an jedem dieser 30 Tage gelaufen. Soweit zu den Bedingungen.
Ganz entspannt sehe ich, wie viel, wie lange, oder wie intensiv man denn nun läuft. In den ersten Wochen ist das auch ziemlich einfach, da kann ich froh sein, wenn ich fünf Minuten schaffe. Wir erinnern uns: ein realistisch erreichbares Ziel, leider äusserst realistisch in meinem Fall. Ein Grund mehr also für the Incredibly Exciting Overkill Mission. Entscheidend und maßgebend ist, dass ich jeden Tag in Laufmontur vor die Tür gehe und zwar 30 mal.
Zu guter Letzt muss das Vorhaben – auch das legen die Motivationsexperten nahe – nun noch öffentlich bekannt gegeben werden. Um sich selbst ein wenig unter Druck zu setzen, oder so. Bei diesem Punkt schummle ich ein wenig. Zwar habe ich das Vorhaben veröffentlicht, aber die tatsächliche Anzahl der Rezipienten dürfte kleiner sein als die Anzahl der Menschen, die in einen durchschnittlichen Fahrstuhl passt. Nehmt das, Motivationsexperten!
Poetry-Slammer Andy Strauß beleidigt die Leineweber-Statue in Bielefeld und erinnert mich dabei an Knut von Christian Ulmen.
(via nw-blogspot)
Mein neuer Nachbar ist ein Pferd mit Haaren auf der Schnauze. Es ist sehr freundlich und bald trinken wir Tee zusammen.
Der Pillow Fight Day. Kissenschlachten sind ja etwas großartiges. Und am allerbesten sind sie, wenn ganz viele Federn umherfliegen und danach alle aussehen wie weiße Hühner. So wie hier in Los Angeles.
(via)
Zur Zeit muss ich morgens bereits um 4.50 Uhr aufstehen. Dann setze ich mich in eine Bahn, fahre aufs Land, setze mich kurz in eine Bäckerei und muss dann eine halbe Stunde laufen um zu meinem Praktikumsplatz zu gelangen. Das Gute ist, dass sich in dieser halben Stunde immer der Sonnenaufgang vollzieht. Wenn ich losgehe ist es noch dunkel und wenn ich ankomme ist es fast schon ganz hell, noch ein wenig dämmerig. Ausserdem hat man das Gefühl den Jahreszeitenwechsel nachvollziehen zu können.Von Winter auf fast Frühling und wieder zurück zu Winter. Es hat etwas ungemein beruhigendes früh morgens auf dem Land spazieren zu gehen. Keine Häuser, die die Sicht rauben, Ruhe und Klarheit. Zu sehen, wie der Wald und das Feld immer gleich bleiben und sich doch verändern, es beruhigt. Und das ist dann doch ein ganz gutes Zeichen, wenn mich die Pampa bald als Dauergast begrüßen soll. Dann brauch ich aber noch einen Schaukelstuhl, ein Banjo und ein Gewehr.
Es ist mal wieder an der Zeit einen kleinen Einblick in den Alltag von Dr. Schmotzen zu geben. Wer die Mutti-Blog Szene kennt heimlich liest, weiß dass das zum guten Ton gehört. Und nun hat Dr. Schmotzen ja nicht umsonst ihre Eltern akademisch bereits überholt. So präsentiert sie in ihrem ersten Lernvideo zunächst faszinierende Wasserblasen. Keine Sorgen, wer den Ausführungen nicht ganz folgen kann. Es ist ja auch sehr theoretisch.

Nach einer sehr kurzen, aber sehr eleganten Turnfigur wechseln wir ins Fach Musik. Dr. Schmotzen zeigt ihre präferierten Sinfonie-Aufnahmen von Leonard Bernstein. Zudem zeigt sie ihre ersten Schauspielkünste im Bereich der Mimik und liefert uns eine weitere Demonstration ihrer (geistigen) Größe. Das wahre Fachgebiet von Dr. Schmotzen bleibt jedoch nach wie vor die Biologie. Zielsicher erläutert sie Schlüsselstellen der menschlichen Anatomie.
Nach Jahren habe ich es endlich mal wieder geschafft ein klassisches Konzert zu besuchen. Und zum ersten Mal bei den Bielefelder Philharmonikern. Während ich 2010 in Sachen Oper immerhin schon die Bohème in Frankfurt und die Carmen in Bielefeld gesehen, wo ich die Bielefelder Philharmoniker bereits hören konnte, war ein Konzert schon sehr lange überfällig. Es hat sich gelohnt.
Aber nun endlich wieder ein Konzert, gehört und gesehen in der Rudolf Oetker-Halle. Es ist schon interessant die Linie 4 mit der gesamten ergrauten Seniorität Bielefelds zu verlassen. Würde mich freuen, wenn das terminlich mal mit einem Arminia-Spiel zusammenfiele. Welch lustige Fahrgemeinschaft. Im “kleinen Saal” kann man sich fünfundvierzig Minuten vor Beginne des Konzerts kostenlos einen Vortrag zum gewählten Programm anhören und so gleichzeitig üben, an den richtigen Stellen gewichtig wissend zu nicken.
Auf dem Programm stand zunächst ein Rendering von Luciano Berio, nach den letzten Skizzen, die Franz Schubert auf seinem Sterbebett so zu Papier gebracht hat. Das modernste Stück im Programm, aber für ein modernes Stück doch noch recht gut zu verfolgen, was unter anderem auch am Einführungsvortrag und einigen Klangbeispielen, die das Orchester unter Peter Kuhn vor dem eigentlichen Programm spielte, lag.
Danach wurde es dann schlagartig romantisch. Vor der Pause gab es das Violinkonzert von Robert Schumann, als Solist gastierte Ingolf Turban, unter anderem bekannt für seine Paganini-Interpretationen. Pause: graue Haare, wohin das Auge blickt, aber auch hier gibt es wieder ein, zwei Typen im Kapuzenpulli, die aussehen wie Jack Nicholson und ihr mitgebrachtes Butterbrot verschlingen. Die gibt es immer. Nach der Pause gab es schließlich die 5. Symphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die sogenannte Reformations-Symphonie. Spätestens hier war ich überzeugt.
Dies wird jedenfalls nicht mein letzter Besuch gewesen sein. Und da ich als Student noch nicht einmal 7 Euro bezahlt habe, kann ich bei über zwei Stunden Konzert plus Einführung wirklich nicht meckern und wenn es nicht ausverkauft ist kann man sich spätestens zur zweiten Hälfte ja auch noch umsetzen. Bravo!
Was ist besser als ein Flashmob? Ein ungeplanter, spontan entstehender Flashmob. Und noch besser, wenn das ganze dann mit der Kamera eingefangen wird und mit einem schicken Kommentar gleichsam zur Bewegung erklärt wird. Endlich mal wieder eine richtige Bewegung. Ist auch viel praktischer so, dauert nicht so lange und am Ende ist es ja dann doch wieder nur Mainstream.
(via)
Lehrer sind jünger als man denkt. Lehrer tragen Pullover. Lehrer haben oft nur vier Tage in der Woche Unterricht. Lehrer haben eine informelle Sitzordnung im Lehrerzimmer. Lehrer pauschalisieren nicht. Lehrer nutzen das iPhone und andere Produkte von Apple. Lehrer essen aus Brotdosen. Lehrer haben tatsächlich Fächer. Lehrer helfen sich gegenseitig. Lehrer lassen ständig Schlüssel liegen, da sich die Lehrer aber gegenseitig helfen, macht das nicht viel, sie bringen sich gegenseitig die Schlüssel, weil sie sie vergessen haben.





